Tinker Tailor Soldier Spy

Nichts von James Bond und Johnny English! Eher strahlt dieser Spionagethriller eine extreme Ruhe aus, welche man jedoch als willkommene Abwechslung geniessen kann. Erläutert werden muss aber, dass diese Ruhe nur in der Oberfläche des Filmes liegt, denn inhaltlich rattert die sich darunter befindende Maschinerie der Geheimdienste wie wild und es herrscht reges Treiben, obschon der Krieg bereits „kalt“ ist. Die Hauptkonflikte des Kalten Krieges werden dabei gar nicht erst erwähnt und es ist kaum eine direkte Bedrohung erkennbar. Mehr Wert wird hingegen auf die Tatsache gelegt, das sich die Streitmächte mit Hilfe ihrer im Hintergrund wirkenden Geheimdienst-Abteilungen unaufhaltbar weiterbekriegen und folgedessen auch durch unabdingbare Maulwürfe schlaflose Nächte erlangen. Und ein solcher Maulwurf muss durch den Ex-MI6-Agenten George Smiley, gespielt von einem wie aus den 70er geschnittenen Gary Oldman, in den eigenen Reihen entlarvt werden. Wenig Bumm, viel Brain und haufenweise authentische Details machen diesen düsteren Thriller zu einem äusserst sehenswerten Film. Wer auf stilechte Geheimdienst-Intrigen aus den 70er-Jahren steht, wird sich hier wohl fühlen.

Tinker Tailor Soldier Spy. Trailer nach dem Klick.

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2 Antworten zu “Tinker Tailor Soldier Spy

  1. Manche nennen sie ‚extreme Ruhe‘, Andere einfach ‚Langeweile‘.

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